Montag, 19. April 2010

Blütenpracht

Kirschblüte bei der Nacht

Ich sahe mit betrachtendem Gemüte
Jüngst einen Kirschbaum, welcher blühte,
In kühler Nacht beim Mondenschein;
Ich glaubt', es könne nichts von größrer Weiße sein.
Es schien, ob wär ein Schnee gefallen.
Ein jeder, auch der kleinste Ast
Trug gleichsam eine rechte Last
Von zierlich-weißen runden Ballen. 


Es ist kein Schwan so weiß, da nämlich jedes Blatt,
Indem daselbst des Mondes sanftes Licht
Selbst durch die zarten Blätter bricht,
Sogar den Schatten weiß und sonder Schwärze hat.
Unmöglich, dacht ich, kann auf Erden
Was Weißers aufgefunden werden.
Indem ich nun bald hin, bald her
Im Schatten dieses Baumes gehe,
Sah ich von ungefähr
Durch alle Blumen in die Höhe
Und ward noch einen weißern Schein,
Der tausendmal so weiß, der tausendmal so klar,
Fast halb darob erstaunt, gewahr.
Der Blüte Schnee schien schwarz zu sein
Bei diesem weißen Glanz. Es fiel mir ins Gesicht
Von einem hellen Stern ein weißes Licht,
Das mir recht in die Seele strahlte.
Wie sehr ich mich an Gott im Irdischen ergetze,
Dacht ich, hat Er dennoch weit größre Schätze.
Die größte Schönheit dieser Erden
Kann mit der himmlischen doch nicht verglichen werden.

Barthold Heinrich Brockes (1680-1747)


Donnerstag, 15. April 2010

Grundlos vergnügt



Sozusagen grundlos vergnügt


Ich freu mich, dass am Himmel Wolken ziehen
und dass es regnet, hagelt, friert und schneit.
Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,
wenn Heckenrosen und Holunder blühen.
- Dass Amseln flöten und das Immen summen,
Dass Mücken stechen und dass Brummer brummen.
Dass rote Luftballons ins Blaue steigen.
Dass Spatzen schwatzen. Und dass Fische schweigen.

Ich freu mich, dass der Mond am Himmel steht
und dass die Sonne täglich neu aufgeht.
Dass Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,
gefällt mir wohl. Da steckt ein Sinn dahinter,
wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehn.
Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn!
Ich freu mich. Das ist des Lebens Sinn.
Ich freue mich vor allem. Dass ich bin.

In mir ist alles aufgeräumt und heiter;
Die Diele blitzt. Das Feuer ist geschürt.
An solchem Tag erklettert man die Leiter,
die von der Erde in den Himmel führt.
Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben,
- weil er sich selber liebt – den Nächsten lieben.
Ich freue mich, dass ich mich an das Schöne
und an das Wunder niemals ganz gewöhne.
Dass alles so erstaunlich bleibt, und neu!
Ich freue mich, dass ich… Dass ich mich freu.

Mascha Kaléko

Freitag, 9. April 2010

Wieder mal zu spät

 Ostern ist zwar schon vorbei

aber diesen schönen Osterbrunnen aus meiner alten Heimat wollte ich Euch doch noch zeigen.

Posted by Picasa

Dienstag, 30. März 2010

Maiglöckchen



Viele Namen trägt diese hübsche Frühlingsblume, man nennt sie auch:





Augenkraut, Faltrianblume, Frauenträne, Maiblume, Maililie, Lily of the Valley, Marienglöckchen, Marienträne, Nieskraut, Talblume und Zauke.





Legenden

Eine Legende erzählt, wie die Maiglöckchen aus den Tränen entstanden, die Maria unter dem Kreuz vergossen hat.






Nach einer Legende aus Frankreich entstanden die Maiglöckchen aus dem Blut eines Heiligen namens Saint Leonard, das er beim Kampf gegen einen schrecklichen Drachen verlor, bevor der Drache besiegt wurde.

Montag, 29. März 2010

Heute...aus meinem Kalender

Regen und Unmut

Böses Wetter, böses Wetter!
Es entladen sich die Götter, 
Reinigen ihr Wolkenhaus,
Und die Menschen badens aus.

Franz Grillparzer (1791-1872)

...hat es den ganzen Tag geregnet.

Montag, 22. März 2010

Geburtstagsquilt die Zweite

Nine-Patch-Farbenspiel

315 Quadrate à 10 Zentimeter, 200 mal 146 Zentimeter.

Getrennt durch anthrazitfarbene Streifen.


Gequiltet mit viel Herz und Herzen.


Verschenkt mit viiiieeeellll Freude.



 

Freitag, 19. März 2010

Montag, 15. März 2010

Resteverwertung

Ich habe es getan... Ich habe mir einen Rock genäht, einen Römö von "Farbenmix". Aus einem Baumwoll-Leinen -Stoff mit Stickerei. Da es nur Reststücke waren, habe ich noch eine Spitze drangenäht und mit einer schwarz-weiß karierten Rüsche verschönert.

Samstag, 13. März 2010

Aus meinem Kalender

Wenn Gift und Galle die Welt dir beut
Und du möchtest das Herz dir gesund bewahren:
Mach anderen Freude! 
Du wirst erfahren,
Dass Freude freut.

Friedrich Theodor Vischer (1807-1887)


Freitag, 12. März 2010

Weisheiten

Vier Dinge kann man in seinem Leben nicht wieder zurück holen:
Einen Stein, den man geworfen hat.
Ein Wort, das man geäußert hat.
Eine Chance, die man vertan hat.
Und Zeit, die bereits vergangen ist.

Aus Portugal


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