Samstag, 18. September 2010

Musst das Üble dem Geschick
Nur nicht übel nehmen,
Unbequemer Augenblick 
Still dich anbequemen.

Ärger, der am Herzen frisst,
Wird´s nur ärger machen.
Was nicht wegzuschelten ist,
Such es wegzulachen.

Paul Heyse (1830-1914)



Samstag, 11. September 2010

Ich liebe deine Socken


Als ich meinem ältesten Sohn diese Socken überreichte, sagte er:
Ich liebe deine Socken Mama!
Gestrickt mit Opal Sockenwolle.

Zu diesen Socken meinte mein jüngster: Die hast du aber schnell gestrickt.
(Ich habe dafür vier Wochen gebraucht)
(Austermann Wolle)

Diese Socken aus einem Rest Drops und Opal Wolle kommentierte der Mittelste mit einem lässigen Cool.

Ein paar Restesocken für kleine Füße.

  





Und aus dem kleinsten Wollrest Stricke ich Frühchensocken.

Sonntag, 5. September 2010

Genieß die Gegenwart

Genieß die Gegenwart mit frohem Sinn,
sorglos, was dir die Zukunft bringen werde.
Doch nimm auch bittern Kelch mit Lächeln hin-
vollkommen ist kein Glück auf dieser Erde.

Robert Hamerling (1830-1889)

Sonntag, 29. August 2010

Spiegel

"Schau zum Himmel, schau, die Sterne!" sagte der König eines Nachts zu seinem Sohn, "was mag wohl hinter ihnen sein?"
"Wieder Sterne", antwortete der Prinz.
"Und dahinter?"
"Wieder Sterne. Und dann... Gott."
"Und nach Gott?" fragte der König weiter, worauf der Prinz betroffen schwieg.
Da nahm der König zwei Spiegel und stellte sie einander gegenüber.
"Was siehst du?" fragte er seinen erstaunten Sohn.
" Ich sehe", antwortete dieser, "dass der eine den anderen spiegelt bis ins Unendliche."
"Und nun", sprach der König weiter, "stelle dir vor, du selbst  wärst eine Kugel, deren ganze Oberfläche ein ununterbrochener Spiegel ist und um dich herum wäre eine zweite Kugel, deren ganze Innenfläche ein ununterbrochener Spiegel ist, was siehst du dann?"
"Nichts", erwiederte der Prinz, worauf der König ihn für alle Ewigkeit aus seinem Reich verbannte.

Samstag, 21. August 2010

Sonnenblume


Die Sonnenblume
möchte dich begrüßen
dieweil sie sich so gern zur Sonne wendet.
Nur steht zur Zeit
sie noch zurückgewiesen;
doch du erscheinst
und sie ist gleich vollendet
Johann Wolfgang von Goethe

Ihren Namen verdankt sie der griechischen Mythologie:
Ein junges Mädchen namens Clytia hatte sich in den Sonnengott Helios verliebt, der ihre
Liebe leider nicht erwiderte. Ihre Leidenschaft war so groß, dass sie
die ganze zeit damit verbrachte, ihn anzuschauen; letztendlich verwandelte
sie sich in Helianthemum, die Blume, die sich zur Sonne dreht.

Freitag, 23. Juli 2010

Efeu

Efeu und ein zärtlich Gemüt


Efeu und ein zärtlich Gemüt,
heftet sich an und grünt und blüht,
kann es weder Stamm noch Mauer
finden, es muß verdorren, es muß verschwinden.

Johann Wolfgang von Goethe

Samstag, 17. Juli 2010

Ein neuer Ball

Diese Bälle nähe ich nun seit 16 Jahren und sie faszinieren mich immer wieder aufs Neue.
Gearbeitet aus zwölf Segmenten, die aus Halbkreisen und Ellipsen bestehen, gefüllt mit Schafwolle, somit sind sie auch waschbar. Aus Resten genäht, gleicht kein Ball dem anderen. Ich freue mich immer wieder, wenn ein neuer Ball fertig geworden ist, fast so schön wie Socken Stricken.

Dienstag, 13. Juli 2010

Ringelblume



Das spielende Kind, das neckend hier
Sein Schneckenhäuschen geschleudert hat,
die glühende Braut, die lächelnd dir
von der Ringelblume gab Blatt um Blatt:
der Sänger, der mit trunkenem Aug',
das Metrum geplätschert in deiner Flut,
sie alle dahin wie Rauch!

 
Anette von Droste-Hülshoff (1797-1848)

Sonntag, 11. Juli 2010

Zuhören...







Die Wirklichkeit eines anderen Menschen liegt nicht darin, was er dir offenbart, sondern in dem, was er dir nicht offenbaren kann.
Wenn du ihn daher verstehen willst, höre nicht auf das, was er sagt, sondern vielmehr auf das, was er verschweigt.

(Khalil Gibran)

Sonntag, 4. Juli 2010

....



Was wir brauchen, um frei zu sein,
ist die Liebe, die die Kraft hat,
die Last der Welt freudig zu tragen.

Rabindranath Tagore


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