Freitag, 8. Juli 2011
Donnerstag, 23. Juni 2011
Rosenzeit
Laurins Rosengarten
Mit seiner Rosenpracht;
Sein Rosenduft erfüllte
das Tal bei Tag und Nacht.
Ein ganzer Wald von Rosen,
An Schönzeit wunderbar,
Verblühte und erblühte
Darin das ganze Jahr.
Viel bunte Falter schwärmten
Im Garten hin und her,
Sie flatterten und Forschten,
Welch Röslein schöner wär?
Und um die Rosen tanzten
Viel schöne Käferlein,
Und schliefen, Süßes träumend,
Im Duft der Blumen ein.
Aus immergrünen Büschen
Ertönte Vogelsang,
Gar wonnesam und lieblich
An Ohr und Herz er klang;
Und Wässerlein und Quellen,
So rein, so hell und klalr,
Die murmelten und rauschten
Im Garten wunderbar.
Und kam ein müder Wand´rer
Dem Rosengarten nah´,
Er wollte nimmer weiter,
So wohl ihm da geschah.
Der duft´ge Wundergarten
War König Laurins Lust;
Er brach sich oft ein Röslein
Und steckt' es an die Brust.
Doch lieb war ihm vor allen
Ein Röslein schön und rein,
Das hielt er wohl verschlossen
Im tiefen Berge drein.
Die Rosen in dem Garten
Sind reizend auszusehen!
Die wilden Heckenrosen
Sind noch einmal so schön!
Hermann Löns (1866-1914)
Im Garten hin und her,
Sie flatterten und Forschten,
Welch Röslein schöner wär?
Und um die Rosen tanzten
Viel schöne Käferlein,
Und schliefen, Süßes träumend,
Im Duft der Blumen ein.
Aus immergrünen Büschen
Ertönte Vogelsang,
Gar wonnesam und lieblich
An Ohr und Herz er klang;
Und Wässerlein und Quellen,
So rein, so hell und klalr,
Die murmelten und rauschten
Im Garten wunderbar.
Und kam ein müder Wand´rer
Dem Rosengarten nah´,
Er wollte nimmer weiter,
So wohl ihm da geschah.
Der duft´ge Wundergarten
War König Laurins Lust;
Er brach sich oft ein Röslein
Und steckt' es an die Brust.
Doch lieb war ihm vor allen
Ein Röslein schön und rein,
Das hielt er wohl verschlossen
Im tiefen Berge drein.
Die Rosen in dem Garten
Sind reizend auszusehen!
Die wilden Heckenrosen
Sind noch einmal so schön!
Hermann Löns (1866-1914)
Samstag, 11. Juni 2011
Montag, 30. Mai 2011
Mittwoch, 25. Mai 2011
Donnerstag, 19. Mai 2011
Zwischendurch ...
weil gerade noch so viel Reststoff da war und ich schon eine Ewigkeit den Schnitt zu liegen hatte, habe ich am Wochenende diese kleine Tunika genäht.
Und weil es so viel Spass gemacht hat, habe ich dann noch eine zweite genäht.
... dann habe ich gaaaanz viele Stoffe enddeckt aus denen weitere Tuniken genäht werden können.
Samstag, 14. Mai 2011
Montag, 9. Mai 2011
Schnirkelschneckenhäusersammlung
Sieben kecke Schnirkelschnecken
saßen einst auf einem Stecken,
machten dort auf ihrem Sitze
kecke Schnirkelschneckenwitze.
Lachten alle so:
"Ho, ho, ho, ho, ho!"
Doch vor lauter Ho-ho-Lachen,
Schnirkelschneckenwitze-Machen,
fielen sie von ihrem Stecken:
alle sieben Schnirkelschnecken.
Liegen alle da.
Ha, ha, ha, ha, ha!
saßen einst auf einem Stecken,
machten dort auf ihrem Sitze
kecke Schnirkelschneckenwitze.
Lachten alle so:
"Ho, ho, ho, ho, ho!"
Doch vor lauter Ho-ho-Lachen,
Schnirkelschneckenwitze-Machen,
fielen sie von ihrem Stecken:
alle sieben Schnirkelschnecken.
Liegen alle da.
Ha, ha, ha, ha, ha!
Josef Guggenmos
Dienstag, 3. Mai 2011
Neues Maiglöckchen
Maiglöckchen
Läuten kaum die Maienglocken,
leise durch den lauen Wind,
hebt ein Knabe froh erschrocken,
aus dem Grase sich geschwind.
Schüttelt in den Blütenflocken,
seine feinen blonden Locken,
schelmisch sinnend wie ein Kind.
Und nun wehen Lerchenlieder
und es schlägt die Nachtigall,
von den Bergen rauschend wieder
kommt der kühle Wasserfall.
Rings im Walde bunt Gefieder,
Frühling ist es wieder
und ein Jauchzen überall.
Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857)
Läuten kaum die Maienglocken,
leise durch den lauen Wind,
hebt ein Knabe froh erschrocken,
aus dem Grase sich geschwind.
Schüttelt in den Blütenflocken,
seine feinen blonden Locken,
schelmisch sinnend wie ein Kind.
Und nun wehen Lerchenlieder
und es schlägt die Nachtigall,
von den Bergen rauschend wieder
kommt der kühle Wasserfall.
Rings im Walde bunt Gefieder,
Frühling ist es wieder
und ein Jauchzen überall.
Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857)
Sonntag, 1. Mai 2011
Mai-Liedchen
Komm, Dorinde, laß uns eilen,
nimm der Zeiten Güt in acht!
Angesehen, daß Verweilen
selten großen Nutz gebracht,
aber weißlich fortgesetzt,
hat so manches Paar ergetzt.
Wir sind in den Frühlingsjahren,
las uns die Gelegenheit
vorn ergreifen bei den Haaren,
sehn auf diese Maienzeit,
da sich Himmel, See und Land
knüpfen in ein Heiratband.
Wenn sich due Natur verjünget,
liegt in Liebe krank und wund,
alles sich zu nehmen zwinget,
tut sie frei dem Menschen kund:
Daß sich Er, die kleine Welt,
billig nach der großen hält.
Still zu sein von Feld und Büschen,
von dem leichten Heer der Luft,
da sich jedes will vermischen,
jedes seinesgleichen ruft,
hört man in den Wäldern nicht,
wie sich Baum und Baum bespricht?
An den Birken, an den Linden
und den Eichen nimmt man wahr,
wie sich Äst in Äste binden,
alles machet offenbar
durch das Rauschen, so es übt,
daß es sei, wie wir, verliebt.
Lust betrübt, die man verscheubet.
Dieser Eifer, dieser Brand,
diese Jugend, so uns treibet,
hat nicht ewig den Bestand,
zeigt sich wind- und vogelleicht,
ist geflügelt, kömmt und weicht.
nimm der Zeiten Güt in acht!
Angesehen, daß Verweilen
selten großen Nutz gebracht,
aber weißlich fortgesetzt,
hat so manches Paar ergetzt.
Wir sind in den Frühlingsjahren,
las uns die Gelegenheit
vorn ergreifen bei den Haaren,
sehn auf diese Maienzeit,
da sich Himmel, See und Land
knüpfen in ein Heiratband.
Wenn sich due Natur verjünget,
liegt in Liebe krank und wund,
alles sich zu nehmen zwinget,
tut sie frei dem Menschen kund:
Daß sich Er, die kleine Welt,
billig nach der großen hält.
Still zu sein von Feld und Büschen,
von dem leichten Heer der Luft,
da sich jedes will vermischen,
jedes seinesgleichen ruft,
hört man in den Wäldern nicht,
wie sich Baum und Baum bespricht?
An den Birken, an den Linden
und den Eichen nimmt man wahr,
wie sich Äst in Äste binden,
alles machet offenbar
durch das Rauschen, so es übt,
daß es sei, wie wir, verliebt.
Lust betrübt, die man verscheubet.
Dieser Eifer, dieser Brand,
diese Jugend, so uns treibet,
hat nicht ewig den Bestand,
zeigt sich wind- und vogelleicht,
ist geflügelt, kömmt und weicht.
Simon Dach (1605-1659)
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