Sonntag, 15. Juli 2012

Blüht eine Blume, zeigt sie uns die Schönheit. Blüht sie nicht, lehrt sie uns die Hoffnung.

Chao-Hsiu Chen

mehr Blümchen hier

Donnerstag, 5. Juli 2012

Desiderata


Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast
und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann.
Vertrag Dich mit allen Menschen, möglichst ohne Dich ihnen auszuliefern.
Äußere Deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu,
auch den Geistlosen und Unwissenden, auch sie haben ihre Geschichte.
Meide laute und aggressive Menschen. Für den Geist sind sie eine Qual.
Wenn Du Dich mit anderen vergleichst, könntest Du bitter werden und Dir
nichtig vorkommen, denn es wird immer Menschen geben, die größer oder
geringer sind als Du.
Freue Dich Deiner Leistungen wie auch Deiner Pläne.
Bleibe weiter an Deinem Weg interessiert, wie bescheiden er auch sei. Im
wechselnden Glück der Zeiten ist er ein echter Besitz.
In Deinen geschäftlichen Angelegenheiten lasse Vorsicht walten, denn die
Welt ist voller Betrug. Doch soll Dich das nicht blind machen für
vorhandene Rechtschaffenheit.
Viele Menschen bemühen sich, hohen Idealen zu folgen, und überall ist das
Leben voller Heldenmut. Sei Du selbst.
Vor allem heuchle nicht Zuneigung.
Und sei, was die Liebe anlangt, nicht zynisch. Denn trotz aller Dürre und
Enttäuschung ist sie doch ewig wie das Gras.
Nimm freundlich-gelassen den Ratschluss der Jahre an, und gib mit Würde
die Dinge der Jugend auf.
Stärke die Kraft des Geistes, damit er Dich bei unvorhergesehenem
Unglück schütze. Aber quäle Dich nicht mit Gedanken. Viele Ängste
kommen aus Ermüdung und Einsamkeit.
Neben einem gesunden Maß an Selbstdisziplin sei gut zu Dir. Du bist nicht
weniger ein Kind des Universums als die Bäume und die Sterne sind, Du
hast ein Recht, hier zu sein. Und ob dies Dir klar ist oder nicht, kein
Zweifel besteht, dass das Universum sich so entfaltet, wie es sich entfalten
soll. Darum lebe in Frieden mit Gott, wie auch immer du ihn verstehst.
Was auch immer Dein Mühen und Dein Sehnen ist, halte in der lärmenden
Wirrnis des Lebens mit Deiner Seele Frieden.
Trotz aller Falschheit, trotz aller Mühsal und all der zerbrochenen Träume
ist es dennoch eine schöne Welt.
Sei vorsichtig und strebe danach, glücklich zu sein.

Aus der alten St. Pauls Kirche, Baltimore 1692 A.D

Freitag, 1. Juni 2012

Die Glockenblumen läuten





Die Glockenblumen läuten gar fein,
Das hallet weit in das Dorf hinein:
     Bim bam! bim bam!
Es hören die Bienen überall,
Sie machen sich auf und folgen dem Hall:
     Bim bam! bim bam!

Es sind im Morgensonnenschein
Erblüht die lieben Blümelein.
Die Bienen kommen und schlüpfen hinein
Und holen den süßen Blütenwein.

Doch als die Sonne scheiden will,
Da schweigen die Glockenblumen still.
Die Bienen danken für bim bam bum
Und fliegen heim mit Sang und Summ:
     Bim bam! bim bam bum!

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Mittwoch, 23. Mai 2012

Schöne Momente


Monde und Jahre vergehen, aber ein schöner Moment leuchtet das Leben hindurch.

Franz Grillparzer
 
Mehr Bilder ohne Worte findet ihr hier

Freitag, 18. Mai 2012

Aus dem Nähkästchen...


Ein Nähkästchen habe ich ja schon, aber ein kleines, ich wollte aber ein großes mit geschwungenen Beinen und Rollen dran. Dann, nach vielen Flohmarktbesuchen, stand es endlich da … in dunkelbraun mit einem kaputten Bein. Doch ich hatte ja sowieso vor es zu streichen. Weiß sollte es werden. Aber daraus ist nichts geworden, denn aus dem Inneren des Nähkastens blinzelte mir schönes Eichenholz entgegen. Ich habe das Nähkästchen auseinandergenommen und in mühseliger Arbeit im Laufe der letzten zwei Jahre geschliffen ( Ihr würdet dafür vielleicht nur einen Tag brauchen, ich nicht ...) Beinchen frisch angeleimt, alles wieder zusammengeschraubt, neue Knöpfe dran und nun ist er fertig:
„MEIN SCHATZ“




Donnerstag, 3. Mai 2012

...



Was heute lebenswichtig scheint,
ist morgen nur noch wichtig
und ein paar Tage später
vielleicht schon null und nichtig.

unbekannt

Samstag, 31. März 2012

Aus Resten


ist dieses kleine Täschchen entstanden, die Resteverwertung ist verschwindend gering, aber schön schaut es trotzdem aus. Und wenn ich noch ein paar davon nähe, sind noch mehr Reste weg.


Mittwoch, 21. März 2012


An mein Kind


Dir will ich meines Liebsten Augen geben
Und seiner Seele flammenreiches Glühn.
Ein Träumer wirst du sein und dennoch kühn
Verschloßne Türen aus den Angeln heben. 

Wirst ausziehn, das gelobte Glück zu schmieden.
Dein Weg sei frei. Denn aller Weisheit Schluß
Bleibt doch zuletzt, dass man hienieden
All´seine Fehler selbst begehen muß. 

Ich kann vor keinem Abgrund dich bewahren,
Hoch in die Wolken hängte Gott den Kranz.
Nur eines nimm´ von dem, was ich erfahren:
Wer du auch seist, nur eines - sei es ganz! 

Du bist, vergiß es nicht, von jenem Baume
Der ewig zweigte und nie Wurzeln schlug.
Der Freiheit Fackel leuchtet uns im Traume -
Bewahr´den Tropfen Öl im alten Krug!

Mascha Kaléko


Samstag, 17. März 2012

Das Glück

Schlafen möcht’ ich,
Der Wind wiegt mich ein.
Und die Sehnsucht singt mich zur Ruh’.
Weinen möcht’ ich.
Schon die Blumen allein
Flüstern Tränen mir zu.

Sieh die Blätter:
Sie blinken im Wind
Und gaukeln Träume mir vor.
Ja und später –
Lacht wo ein Kind.
Und irgendwo hofft ein Tor.

Sehnsucht hab’ ich
Wohl nach dem Glück?
Nach dem Glück.
Fragen möchte’ ich:
Kommt es zurück?
Nie zurück.

(Selma Meerbaum -Eisinger)


Samstag, 10. März 2012

Shneeglöckchen



Der Schnee, der gestern noch in Flöckchen
Vom Himmel fiel
Hängt nun geronnen heut als Glöckchen
Am zarten Stiel.
Schneeglöckchen läutet, was bedeutet’s
Im stillen Hain?
O komm geschwind! Im Haine läutet’s
Den Frühling ein.
O kommt, ihr Blätter, Blüt’ und Blume,
Die ihr noch träumt,
All zu des Frühlings Heiligtume!
Kommt ungesäumt!

Friedrich Rückert (1788-1866)
 

Samstag, 11. Februar 2012

Socken gewünscht


Ein Paar Socken sind fertig geworden und bei den Frostigen Temperaturen die im Moment herrschen sind sie bei meinen Jungs heiß begehrt. Da ich keine Schnellstrickerin bin wird es drei bis vier Wochen dauern bis die nächsten fertig sind. 


Samstag, 4. Februar 2012

Und immer wieder ..

 
 
Homöopathietaschen
Vor einigen Jahren habe ich einen Kurs zur Einführung in die Homöopathie besucht, da gab es dann auch  die Notfallapotheke in kleinen Röhrchen, dazu ein Tütchen zum Aufbewahren. Bei zwanzig Mittelchen war das Kramen und Suchen in der Tüte immer wieder aufregend. Die Lederetuis, die es für die Notfallapotheke gab, waren mir aber viel zu teuer. Und so entstand nach einiger Zeit eine selbstgenähte Homöopathietasche. Das blieb nicht ohne Folgen, denn meine Heilpraktikerin wollte welche für ihre Kurse haben ... Und so nähe ich immer wieder neue Homöopathietaschen.



Dienstag, 31. Januar 2012

Genäht



Schon im November habe ich für mich diese Tunika  aus Wollwalk genäht. Den schnitt habe ich schon länger im Nähstübchen Emily in Dresden gekauft. Und bei den Temperaturen die im momentan herrschen ziehe ich es gerne an.

Sonntag, 29. Januar 2012

Kinder

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft niemals rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit seiner Macht, damit Seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Khalil Gibran, arabischer Dichter, 1883-1931

Donnerstag, 19. Januar 2012

Die Geschichte von zwei Freunden



Zwei Freunde wanderten durch die Wüste. Während der Wanderung kam es zu einem Streit und der eine schlug dem anderen im Affekt ins Gesicht.

Der Geschlagene war gekränkt. Ohne ein Wort zu sagen, kniete er nieder und schrieb folgende Worte in den Sand:

"Heute hat mich mein bester Freund ins Gesicht geschlagen."

Sie setzten ihre Wanderung fort und kamen bald darauf zu einer Oase. Dort beschlossen sie beide, ein Bad zu nehmen. Der Freund, der geschlagen worden war, blieb auf einmal im Schlamm stecken und drohte zu ertrinken. Aber sein Freund rettete ihn buchstäblich in letzter Minute.

Nachdem sich der Freund, der fast ertrunken war, wieder erholt hatte, nahm er einen Stein und ritzte folgende Worte hinein:

"Heute hat mein bester Freund mir das Leben gerettet."

Der Freund, der den anderen geschlagen und auch gerettet hatte, fragte erstaunt: "Als ich dich gekränkt hatte, hast du deinen Satz nur in den Sand geschrieben, aber nun ritzt du die Worte in einen Stein. Warum?"

Der andere Freund antwortete: "Wenn uns jemand gekränkt oder beleidigt hat, sollten wir es in den Sand schreiben, damit der Wind des Verzeihens es wieder auslöschen kann. Aber wenn jemand etwas tut, was für uns gut ist, dann können wir das in einen Stein gravieren, damit kein Wind es jemals löschen kann."

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